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Der perfekte Igelgarten

Igelfreundlicher Garten

Was kann jeder für die Igel tun?

Jeder Mitbürger sollte sich darüber bewusst sein, dass er selbst auch etwas zum aktiven Igelschutz beitragen kann. Denn: Wieso finden die Igel keinen passenden Unterschlupf mehr? Weil der Garten aufgeräumt ist wie zu Hause das Wohnzimmer.

Schaffen Sie naturnahe Gärten mit vielen Unterschlupfmöglichkeiten wie Hecken und Sträucher. Räumen Sie Ihren Garten nicht auf, sondern belassen Sie das dichte Unterholz und die Laubhaufen.

Igelgerechte Treppe auch für kleine Igel

Ausstiegshilfe

Legen Sie keinen "Golfrasen" an, sondern eine artenreiche Blumenwiese. Warum finden die Igel immer weniger zu Fressen? Weil im Garten grundsätzlich sämtliche "Schädlinge" wie Raupen, Insekten und Schnecken, die eventuell an den Salat oder anderes Gemüse gehen könnten, mit allen zur Verfügung stehenden (chemischen) Mitteln bekämpft werden.

Keine Schädlingsbekämpfungsmittel oder sonstige Pesizide u. Herbizide einsetzen. Stattdessen zusätzlich Futterpflanzen für unsere einheimischen Insekten anpflanzen. Um beispielsweise einer Wildblumenwiese eine Chance zu geben, muss der Boden entsprechend nährstoffarm sein, auf gedüngter Gartenerde wird das nicht gelingen.

Hilfe für den Igel

Igelfreundliche Gärten sind von Hecken oder Zäunen umgeben, durch die Igel ungehindert hindurchschlüpfen können. Komposthaufen stellen beliebte Quartiere für Igel dar. Die Umgrenzung eines solchen Komposthaufens sollte nicht ganz bis zum Erdboden reichen. In einem Kompostbehälter aus Kunststoff lässt sich leicht ein Einschlupfloch sägen. Unterschlüpfe bauen sich Igel auch gerne unter Holzpaletten, Holzstapeln oder unter auf kleinen Stelzen stehende Garten- bzw. Gerätehäuschen.

An solchen Hohlräumen kann man Haferstroh als zusätzliches Nistmaterial zur Verfügung stellen. Im Frühjahr und im Herbst, also in den nahrungsarmen Jahreszeiten sind viele Igel über zusätzliches Futter froh. Ein Häuschen, das die Nahrung vor Regen schützt, ist schnell gebaut. Man versieht eine hölzerne Obstkiste mit zwei kleinen Einschlupflöchern und nagelt oben drauf Dachpappe.

Ein Wasserschüsselchen daneben darf natürlich nicht fehlen. In heissen Sommern kann eine Wasserstelle für Igel lebensrettend sein.

Tipps zur igelfreundlichen Gartengestaltung

  • Copyright: Igelschutz-Interessengemeinschaft e.V.
  • Am Kohlenmeiler 180, 42389 Wuppertal
  • www.igelschutz-ev.de

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Laubhaufen

Eine tolle Idee, einen sicheren Unterschlupf und Schlafquartier für verschiedene Tiere, vor allem Igel, zu schaffen, besteht im Bau einer solchen "Mehrzweckhalle".

Man kann so etwas außer in privaten Gärten, vor allem auch an verschiedenen Standorten unter Hecken und Sträuchern im Kindergarten, auf dem Schulgelände, aber auch in öffentlichen Anlagen errichten.

Besonders gut ist dabei auch die Kombination, dieses als Projekt mit Kindern und Jugendlichen zu starten.

Man braucht dazu lediglich:

  • + 4 Pfähle (ca. 1.50- 2.00m hoch)
  • + einen weitmaschigen Draht, durch den kleine Vögel gut hindurch passen
  • + günstig ist auch als Unterlage eine Art Europalette bzw. ein fertiges Holzgerüst

Wir bekamen unsere Holzgerüste als Verpackungsmüll kostenlos von einem Garten- und Baumarkt (in diesem Fall waren Blumentöpfe darauf angeliefert worden). Die 4 Pfosten schlägt man einfach in entsprechendem Abstand (z.B. 1.50m x 1.50m) in die Erde. Darum wird der Maschendraht gespannt und festgetackert. Allerdings müssen unten (ca. 15cm) frei bleiben, damit kleine Tiere unten hindurch passen.

Als Füllung kommt unten eine Lage Stroh, Laub hinein. Darüber Äste und Zweige, die im Garten überall anfallen. Darauf wird ein Dach aus Eternitplatten oder Teerpappe angebracht. Unten können nun Igel einziehen, oben finden Vögel und Insekten einen sicheren Nistplatz. In unseren Quartieren sind die Igel sofort eingezogen. In einigen Fällen haben sogar mindestens zwei Ige lgleichzeitig unter einer Palette überwintert. Das ganze Jahr hindurch freuen sich die Vögel über diesen sicheren und wettergeschützten Unterschlupf.

Stuttgarter Igelfreunde

Wir werden immer wieder angerufen und gebeten, schlafende Igel aus einem Laubhaufen umzusiedeln, weil Anwohner Anstoß an dem angeblich störenden Anblick nehmen und den Laubhaufen entfernen wollen. Nachstehend ein Beispiel, wie man darauf reagieren könnte:

Naturgarten mit Igelnest

Wohnungsbesichtigung

Perfekter Unterschlupf